Bernd ist Kleingangster mit dem Wunsch nach einer bürgerlichen Existenz, aber das
Kapital, das er sich leiht, um mit einem Freund einen Altwarenhandel zu eröffnen, stammt
aus den gleichen dunklen Verbindungen, aus denen er sich lösen will.
Stephan Wagner‘s Low-budget-Spielfilmdebüt atmet in seinen erfreulich
unpittoresken, von kleinen Pointen durchsetzten Wienbildern den Geist der 60er-Jahre, das
kühle Schwarzweiss addiert dazu den Noir-Ton.
Die leicht unkonzentrierte Kombination von Beziehungsfilm und Genrespiel kann mit
hochkarätiger Verstärkung rechnen: Seymour Cassel zieht als Gangsterboss im Hintergrund
die Fäden und lässt sich die Schulden mit Blut begleichen.