Ein triebhaft verblendeter Ehemann, der Bahnhofsvorsteher Bolwieser, wird von seiner
Frau betrogen und zu Grunde gerichtet.
Hinter dem privaten Melodram versteckt, inszenierte Fassbinder ein tragisch-ätzendes
Portrait der deutschen Kleinbürgerseele im Vorfeld des Nationalsozialismus. Expressiv
stilisierend, entblösst der Film in seinen Personen gesellschaftliche Krankheiten, ohne
die Menschen selbst zu denunzieren.
Diese, von Fassbinder selbst hergestellte Kino-Fassung, ist nicht identisch mit der
zweiteiligen, 201 Minuten langen, 1977 vom ZDF gesendeten TV-Fassung.